B2B vs. B2C – Teil 1: Der Versandzeitpunkt

E-Mail Newsletter Versandzeitpunkt

Auf die Zielgruppe kommt es an. In der Ansprache von B2B- und B2C-Kunden gibt es daher deutliche Unterschiede. Unsere B2B vs. B2C-Reihe zeigt auf, worauf Marketer achten müssen, um die Chancen auf einen erfolgreichen E-Mail Newsletter zu erhöhen. Teil 1: Der Versandzeitpunkt.

 

 

Die gute Nachricht wie immer zuerst: Es gibt für fast jede Branche klare Regeln und Empfehlungen zum Versandzeitpunkt. Wer sich in seine Empfänger hineinversetzen kann, wird diese Erkenntnisse auch als logisch empfinden. Dennoch ist es notwendig, sich von der Masse abzuheben: Wenn die ganze Branche um 16 Uhr aussendet, dann ist Ihr Versandzeitpunkt unter Umständen um 15:30 Uhr besser gewählt.
 

Es gibt unzählige Analysen zum besten Versandzeitpunkt eines Newsletters und sie alle kommen zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen. Allgemein gültig ist, dass Montagvormittag und Freitagnachmittag tabu sind – wobei es auch hier wiederum Ausnahmen gibt: Wenn der Inhalt des Newsletters eine sehr hohe Relevanz für den Empfänger hat oder es eine starke Bindung gibt (ein Beispiel wäre der Newsletter meines Fußball-Vereines), dann spielt der Versandzeitpunkt meist gar keine Rolle mehr. Ansonsten sind die Empfehlungen pro Rezipienten-Gruppe unterschiedlich:
 

Empfehlungen für die B2C-Aussendung

 

Viele Newsletter sind besonders erfolgreich, wenn sie am Wochenende an die Empfänger gesendet werden. E-Mail-Kampagnen, die beispielsweise Samstagmittag ihre Empfänger erreichen, erzielen meist hohe Öffnungs- und Klickraten. E-Mails, die um 6 Uhr morgens gesendet werden, erhalten tendenziell die meisten Antworten. Ein wahrer E-Commerce-Spitzenreiter ist auch der Sonntag bei einem Versandzeitpunkt gegen 10 Uhr (nach dem Frühstück). Ebenfalls haben sich Versandzeitpunkte ab 20 Uhr an Werktagen bewährt. Informationen können auch zwischen 9 und 14 Uhr geschickt werden, da viele Berufstätige auch ihre privaten E-Mails im Büro abrufen, Kaufaufforderungen hingegen sollte man hier nicht versenden. Für junge Mütter oder Silver Surfer eignen sich wiederum Versandzeiten in den Morgenstunden.

 

Empfehlungen für die B2B-Aussendung

 

Besteht die Zielgruppe aus „regulären“ Business-Kunden, gilt ein Versandzeitpunkt zur Wochenmitte (also zwischen Dienstag und Donnerstag) als vielversprechend. Manche Analysen attestieren Mittwoch und Donnerstag ab 11 Uhr sowie Donnerstagnachmittag ein Höchstmaß, andere sehen den Dienstagvormittag als besten Versandzeitpunkt. Handelt es sich bei Ihrer Zielgruppe jedoch um Workaholics, die ihre E-Mails auch am Wochenende abrufen, hat sich der Samstag um 10 Uhr bewährt.

 

Generelle Tipps zum Versandzeitpunkt:

  • Mut zum Antizyklus! Der allgemeine Abstand ist in etwa einzuhalten (z.B. 2x/Woche, 2x/Monat,...), aber bei den genauen Versandzeitpunkten kann durchaus variiert werden, um so für zusätzliche Aufmerksamkeit zu sorgen.

  • Bedenken Sie Feiertage und Schulferien! Dies gilt sowohl für B2C als auch für die B2B Zielgruppen, da das Umfeld dieser Tage von Urlaubsabwesenheiten geprägt ist.

  • Nach Möglichkeit keinen strahlend schönen Tag als Versandtag auswählen! Bei Sonnenschein und Badewetter sinkt die Bereitschaft E-Mails zu lesen deutlich. Auch im Büro werden potenzielle Leser eher das Ende des Tages herbeisehnen, um das schöne Wetter nutzen zu können. Die Ausnahme: B2B-Newsletter, die genau dieses schöne Wetter zum Thema haben (z.B. „Tipps für einen kühlen Kopf an heißen Bürotagen“, „Dort gibt es die kühlste Feierabend-Erfrischung“,...).

  • Testen! Je nach Zielgruppe kann der ideale Versandzeitpunkt stark variieren. Mit Testing findet man nicht nur die wirksamste Betreffzeile heraus, sondern auch besonders erfolgreiche Versandzeiten. Aus Reportings lassen sich zudem Handlungsempfehlungen für den nächsten geplanten Newsletter ableiten.   


Zur Autorin:
Eva-Maria Föda, Geschäftsführung eyepin Österreich, ist diplomierte Marketing Managerin und Absolventin der Werbe Akademie. Sie verfügt über jahrelange Erfahrung im Bereich Online Dialog-Marketing – mit B2C- und B2B-Kunden. Kontaktieren

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