Die wichtigsten Trends für 2022

E-Mail Marketing profitiert von neuen Technologien.

Die wichtigsten Trends für 2022

E-Mail Marketing profitiert von neuen Technologien.

Von KI bis Content Marketing. Das können Sie 2022 im E-Mail Marketing erwarten. Die Trends im Überblick

Ein Großteil der Unternehmen haben E-Mail Newsletter seit Jahren als fixen Bestandteil in ihren Marketing-Mix integriert – nicht zuletzt deswegen, weil Newsletter bei den Kunden hohe Akzeptanz genießen. Doch welche Trends, Technologien und Herausforderungen werden in dieser Disziplin 2022 dominieren? 

Die wichtigsten E-Mail Marketing Trends für 2022

Vor wenigen Monaten hat die Erfindung der E-Mail durch den US-amerikanischen Informatiker Ray Tomlinson ihr bereits 50-jähriges Jubiläum gefeiert. In den vergangenen Jahren, vor allem mit dem Aufkommen von sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten, wurden auf diesen altbewährten Kommunikationskanal bereits zahlreiche Abgesänge geschrieben – völlig zu Unrecht, wie zahlreiche Studien belegen. Der „E-Mail Statistics Report, 2021-2025“ des Tech-Marktforschungsinstituts The Radicati Group prognostiziert etwa, dass Ende 2025 täglich 376 Milliarden E-Mails versendet und empfangen werden. Zum Vergleich: 2015 waren es noch 205 Milliarden Nachrichten pro Tag.

Auch als Marketinginstrument ist die E-Mail unverzichtbar. Erst vor Kurzem wies die Studie „E-Mail-Marketing Benchmarks 2022″ von absolit Consulting und dem Verband DDV aus, dass sage und schreibe 99 Prozent der 5.000 in der Stichprobe erhobenen Unternehmen auf E-Mail Marketing setzen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass E-Mail Newsletter bei den Empfängern beliebt sind. Das deutsche Fachmedium OnetoOne und das Marktforschungsinstitut Splendid-Research haben ermittelt, dass mehr als 86 Prozent der Befragten E-Mails und Newsletter von Unternehmen als positiv akzeptierte Form der Kontaktaufnahme empfinden.

Die Erhebung zeigt auch, dass die Empfänger im Vergleich zur letzten Befragung 2018 merklich anspruchsvoller geworden sind. Sie erwarten sich von E-Mail Newslettern nicht mehr nur Informationen zu Produktneuheiten, sondern einen echten Mehrwert. Ist dieser nicht gegeben, droht die Abonnement-Kündigung und aus Erfahrung wissen wir, dass ein vielfacher Marketingaufwand betrieben werden muss, um einen abgemeldeten User wieder zurück zu gewinnen.

Betriebssysteme und E-Mail Clients schränken Tracking ein

Auch wenn E-Mail Newsletter ungebrochen hohe Akzeptanz genießen, bergen neue Datenschutz- und Privacy-Optionen, die von Seiten der Betriebssysteme und E-Mail Clients eingeführt werden, neue Herausforderungen für die Mailing-Plattformen. Befeuert wurde diese Entwicklung zuletzt, als Apple im Vorjahr mit seinem neuen Betriebssystem iOS 15 die „Mail Privacy Protection“ eingeführt hat. Allerdings gibt es für viele Probleme auch technische  Lösungen auf Seiten der E-Mail Marketing Plattformen. Und: Wer den Rezipienten von E-Mail Newslettern weiterhin relevante Inhalte liefert und ihren Interessen eine höhere Bedeutung beimisst als gut zu vermarktenden Click- und Viewzahlen, wird mit seinen E-Mail Newsletter-Kampagnen weiterhin erfolgreich sein. Das beste Argument dafür ist guter, individueller Content.

Content ist nach wie vor im Fokus

In puncto individueller Ansprache ist bei vielen werbetreibenden Unternehmen jedoch noch Luft nach oben. Laut der Studie „E-Mail-Marketing Benchmarks 2022″ fragen nur 66 Prozent der untersuchten Betriebe bei der Anmeldung zu einem E-Mail Newsletter persönliche Daten ab. Wer darauf verzichtet, wertvolle Daten zu erheben sowie Schnittstellen zwischen den Systemen aufzubauen, kann seine E-Mail Newsletter Kampagnen weder automatisieren noch personalisieren und lässt damit wertvolles Potential ungenutzt. Wer dann auch noch bedenkt, dass User in der Regel auf mehreren Endgeräten und unterschiedlichen Plattformen gleichzeitig unterwegs sind, kennt eine weitere Erfolgszutat von erfolgreichem E-Mail Marketing im Jahr 2022: Personalisierung darf nicht nur die letzte E-Mail Öffnung berücksichtigen, sondern das Gesamtbild des Userverhaltens.

Künstliche Intelligenz gewinnt weiterhin

Von datengetriebenem Marketing, Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen ist im digitalen Marketing bereits seit einigen Jahren die Rede. KI bietet bei vorhandenen Daten enorme Optimierungspotenziale und ermöglicht es Unternehmen, Kundenverhalten zu prognostizieren, personalisierte Werbung auszuspielen und Abschlussraten zu steigern. Im Jahr 2022 werden vor allem große Unternehmen bei ihren Marketingkampagnen vermehrt auf KI setzen. Dabei geht es in erster Linie um die intelligente Auswertung von Daten und die gezielte Individualisierung. 

Worauf trotz Marketing Automation und intelligenten Algorithmen nicht vergessen werden sollte: Die ansprechende Gestaltung von E-Mail Newsletter-Templates auf dem neuesten Stand der Technik. Im vergangenen Jahr haben viele Nutzer den Dark Mode mit heller Typografie auf dunklem Hintergrund für sich entdeckt. Das schont bei viel Bildschirmkonsum die Augen und macht weniger müde. Die vier dominierenden Betriebssysteme Windows, MacOS, Android und iOS haben den Dark Mode bereits integriert – dass dies nun auch in immer mehr Templates entsprechend Berücksichtigung findet, ist eine begrüßenswerte Entwicklung. 

Unabhängig, sicher und zuverlässig

Fazit: Etwas mehr als ein halbes Jahrhundert nach ihrer Erfindung genießt die E-Mail sowohl in der privaten Kommunikation als auch als Marketinginstrument hohes Ansehen – nicht zuletzt, weil sie eine der wenigen privatwirtschaftlich unabhängigen Technologien ist. Das macht die E-Mail und E-Mail Marketing auch künftig unersetzbar.