So wird E-Mail Marketing zum Verkaufsturbo im Handel

Rund um den Black Friday, Cyber Monday und das Weihnachtsgeschäft haben Rabattschlachten Hochsaison. Beherzigt man einige Tipps und Tricks, kann E-Mail Marketing dabei als zusätzlicher Verkaufsturbo fungieren.  

Jahr für Jahr bricht der Cyber Monday, die Antwort der Onlineshops auf den Black Friday, alle Rekorde. 2020 wanderten am letzten Montag im November 10,8 Milliarden US-Dollar über die virtuellen Ladentische – so viel wie an bisher keinem anderen Tag in der Geschichte des E-Commerce in den USA (Quelle: Adobe Analytics). Auch im deutschsprachigen Raum erreicht die Rabattschlacht, befeuert durch die Corona-Pandemie, neue Höhen. Im Kampf um die Gunst der Schnäppchenjäger kann E-Mail Marketing ein regelrechter Verkaufsturbo sein – und das 365 Tage im Jahr, wenn man es richtig macht

1.) Do: Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen

Für Unternehmen bietet Künstliche Intelligenz im digitalen Dialogmarketing enorme Optimierungspotenziale. Laut einer aktuellen Studie der SRH Berlin University setzen jedoch nur magere acht Prozent KI in ihren Marketing-Projekten ein. Händler sollten vor KI allerdings nicht scheuen, denn: Sie hilft den Marketingexperten mittels Algorithmen, ihre Empfänger besser zu verstehen und durch das Zusammenspiel vieler Kriterien automatisierte Kampagnen hochgradig zu personalisieren. Mit jedem neuen Versand lernen sie dazu und optimieren permanent Inhaltsauswahl und Versandprozess.

2.) Don‘t: Nach dem Gießkannenprinzip arbeiten

black friday

Wer auf Datenqualität setzt, kann das Verhalten entlang der Customer Journey effizienter und genauer vorhersagen, indem auf historische Browserdaten, errechnete Profile und Verhaltensweisen zurückgegriffen wird. Damit umgeht man auch einen Kardinalfehler im E-Mail Marketing: Das Gießkannenprinzip. Nicht alle Inhalte sind für alle Empfänger gleich relevant. Vor allem im umkämpften Weihnachtsgeschäft ist gezielte Kundenansprache unverzichtbar, um mit dem E-Mail Newsletter nicht umgehend im virtuellen Papierkorb zu landen oder im Worst Case eine Abmeldung zu kassieren.

3.) Do: Sich Zeit fürs Kennenlernen nehmen

Um seine Empfänger besser kennen zu lernen, bieten sich Umfragen und Themengebiete an – das ist nicht nur beim Dating sondern auch beim E-Mail Marketing so. Um die Empfänger, ihre Interessen und Bedürfnisse einordnen zu können, sollte man schon bei der Newsletter-Anmeldung Interessensgebiete und wenn möglich präferierte Empfangsfrequenzen abfragen.

4.) Do: Mittels E-Mail Remarketing Erträge vervielfachen

E-Mail Remarketing stellt eine große Umsatz-Chance für Onlineshops dar. Mittels E-Mail Remarketing kann man jene erreichen, die Produkte in ihre Warenkörbe legen, ohne am Ende auf den „Kaufen“-Button zu klicken. Professionell umgesetzte Erinnerungs-Kampagnen, die sich individuell an Warenkorb-Abbrecher richten, können im Vergleich zu allgemeinen, nicht gezielt eingesetzten Mailings bis zu viermal höhere Erträge erzielen (Quelle: Forrester Research, 2018). Auch Kunden aus den vergangenen Jahren lassen sich so wieder aktivieren.

5.) Don‘t: Den Fokus auf Black Friday, Cyber Monday und das Weihnachtsgeschäft richten

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen – und zwar nicht nur in den kommenden Wochen. Identifizieren Sie ausgefallene und zu Ihrem Unternehmen passende Anlässe, um mit Ihren Kunden zu kommunizieren. Internationale Welttage wie der Tag der Jogginghose oder der Tag des Kaffees können ebenso wirksame Aufhänger sein wie Produkt-Geburtstage oder die Tage vor dem Geburtstag des Empfängers. Bleiben Sie dran, es lohnt sich!

Der Autor Franz J. Kolostori ist Gründer und Geschäftsführer von eyepin.